Der Weißabgleich in der Fototechnik dient zur Regulierung von Farbstichen in Bildern. Unterschiedliche Lichtquellen besitzen unterschiedliche Farbtemperaturen, d.h. der Farbeindruck von Licht variiert.
Zum Beispiel besitzt die Sonne je nach Uhrzeit und Wetterverhältnissen ein warmes Licht zwischen 5200 und 6000 °Kelvin. Eine 220 Watt Glühlampe hingegen etwa 2790 °Kelvin und wirkt somit recht kühl. Warme Bilder [...]
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Der Weißabgleich in der Fototechnik dient zur Regulierung von Farbstichen in Bildern. Unterschiedliche Lichtquellen besitzen unterschiedliche Farbtemperaturen, d.h. der Farbeindruck von Licht variiert.
Zum Beispiel besitzt die Sonne je nach Uhrzeit und Wetterverhältnissen ein warmes Licht zwischen 5200 und 6000 °Kelvin. Eine 220 Watt Glühlampe hingegen etwa 2790 °Kelvin und wirkt somit recht kühl. Warme Bilder wirken rötlich/gelblich, kalte stark bläulich.
Jede moderne Digitalkamera bietet einen automatischen Weißabgleich an. Dieser ist dafür verantwortlich Bilder durch Berechnung innerhalb der Kamera, das Bild von Farbstichen, also dem Farbeindruck der unterschiedlichen Farbtemperaturen zu befreien.
Einen Weißabgleich einzusetzen ist keine Grundvoraussetzung für ein gelungenes Foto. Den Weißabgleich zu unterdrücken oder ganz bewusst einen für die momentanen Lichtverhältnisse ungeeigneten Abgleich einzuschalten kann durchaus als künstlerisches Stilmittel angesehen werden. Dies kann einem Foto eine individuelle Note verleihen.
Wer farblich sachliche Fotografien anfertigen will kommt aber um den Weißabgleich nicht herum. Im konkreten Beispiel sehen wir ein weißes Blatt Papier welches von einer Neonröhre beleuchtet wird.
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Die Neonröhre ist sehr kühl in der Farbtemperatur, leuchtet somit im bläulichen Bereich. Durch die weiße Oberfläche des Papiers wird das bläuliche Licht der Röhre reflektiert. Das eigentlich weiße Blatt erscheint dadurch Blau.
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Wird dabei allerdings der Weißabgleich für Kunstlicht eingeschaltet filtert die Automatik innerhalb der Kamera den Blauanteil heraus. Das Blatt Papier erscheint dadurch wieder weiß. Der Weißabgleich ist also eine Möglichkeit zur Korrektur des aufgenommenen Bildes. Durch den Einsatz verschiedener Rechnenoperationen werden Farbstiche entfernt um eine möglichst Naturgetreue Abbildung zu gewährleisten.
Der Weißabgleich kann automatisch erfolgen, durch bereits definierte Modi wie z.B. Sonnenlicht, Kunstlicht, Blitz, etc., kann aber auch, je nach Kameramodell, auch manuell ausgeführt werden. Wer darüber hinaus im Raw-Modus fotografiert (abhängig von Kameramodell), kann in der Nachbearbeitung am Rechner eigenhändig einen Weißabgleich durchführen.

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