Bildformate im Überblick

Wer schon die Grundlagen zum Thema Bildformate gelesen hat ist bestens gerüstet für den folgenden Artikel. Hier habe ich 8 Bildformate aufgelistet um sie anhand diverser Eigenschaften gegenüber zu stellen.
Wie schon im Bericht „Bildformate“ schon erwähnt gibt es kein optimales Dateiformate das alles kann und in jedem Bereich, ob Druck, Internet oder Screendesign problemlos eingesetzt [...]

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Wer schon die Grundlagen zum Thema Bildformate gelesen hat ist bestens gerüstet für den folgenden Artikel. Hier habe ich 8 Bildformate aufgelistet um sie anhand diverser Eigenschaften gegenüber zu stellen.

Wie schon im Bericht „Bildformate“ schon erwähnt gibt es kein optimales Dateiformate das alles kann und in jedem Bereich, ob Druck, Internet oder Screendesign problemlos eingesetzt werden kann. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Formate müssen stets für den jeweiligen Verwendungszweck abgewogen werden. Dazu ist es unerlässlich zumindest die meisten Eigenschaften von JPG, Tiff und Co. im Schlaf zu beherrschen.

Die gelisteten Eigenschaften in der Übersicht behandeln nur rudimentär die einzelnen Spezifikationen. Es gibt noch einige weitere Eigenschaften mit denen Bildformate aufwarten allerdings reicht die Übersicht der Hauptmerkmale allemal aus um sich einen gesunden Überblick zu verschaffen.

Die Dateiformate JPG, Tiff, Psd, Pdf, Gif, Png, Eps, und Bmp beleuchten wir nun aus der Nähe.

Um die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Formate zu demonstrieren kommt ein Bild mit einem Farbverlauf und einer transparenten Fläche zum Einsatz. Ihr werdet daran erkennen ob ein Bildformat Ebenen beibehält, wie es mit Farben umgeht und ob es transparente Flächen erhalten kann.

Hier das ungespeicherte Originalbild:
original



JPG

JPG steht für Joint Photographic Experts Group. Ein Format das hauptsächlich für Bildschirmdarstellungen geeignet ist. Es kann auch zum Drucken eingesetzt werden wobei es hier bessere Formate als Jpg auf dem Markt gibt.

Der unschlagbare Vorteil von Jpg ist der geringe Speicherplatzbedarf, es hat aber dadurch einen entscheidenden Nachteil, die Komprimierung verschlechtert die Bildqualität. Je nach eingesetzter Kompressionsrate wird das Bild mehr oder weniger komprimiert und  dadurch in seiner Qualität mehr oder weniger verschlechtert.

Bei der Komprimierung kommt es zur Bildung von sog. Artefakten welche in der besten Qualitätsstufe kaum sichtbar sind, sich allerdings je nach Kompressionsrate ausgeprägter und teilweise deutlich erkennbar herausbilden (im Screenshot dargestellt in höchster Komprimierung).

Weiterhin unterstützt das Format keine Transparenz wodurch tatsächlich leere Bereiche mit weißer Farbe aufgefüllt werden.

jpg




TIF

Tif steht für Tagged Image Format. Es besitzt die Fähigkeit transparente Bereiche und Ebenen zu sichern. Trotz seiner verlustfreien Kompression sind Bild die in Tif gesichert werden allerdings noch sehr Speicher hungrig. Das macht Tif zu einem sehr guten Bildformat für den Druckbereich für das elektronische Publizieren ist es allerdings dadurch mehr als ungeeignet.

tiff




PSD

PSD (Photoshop Document) ist das Hausformat von Photoshop und kann, wie sollte es auch anders sein, alle Veränderungen darstellen die in Photoshop getätigt wurden. Ob nun Korrekturebenen, Ebenen oder Transparenzen, alles bleibt erhalten. Das PSD Format ist daher ideal zur Bildbearbeitung, also dann wenn es wichtig ist verschiedene Korrekturschritte nachzuvollziehen oder diese wieder rückgängig zu machen.

Aufgrund der teilweise enormen Datenmenge die eine PSD beinhaltet benötigt das Format viel Speicherplatz und ist somit für den Bereich Webdesign relativ uninteressant. Für den Bereich Druck schon eher tauglich scheitert PSD auch hier oft an seiner Dateimenge, je nach Bildgröße und vorhandenen Ebenen, kommt dieses Format gerne mal an 1 bis 2 GB Speicherplatz heran. Dadurch wird ein Austausch zwischen Bildbearbeiter und Drucker zum zeitaufwendigen Abenteuer.

psd




PDF

Das Portable Document Format, kurz PDF, wird zukünftig mit Sicherheit eine wichtigere Rolle als reines Bildformat spielen. Momentan führt es eher ein stiefmütterliches Dasein, da mit PDF eher Textdokumente usw. gespeichert werden. PDF unterstützt alle Punkte auf denen in dieser Aufstellung wert gelegt wurde. Wenn auch mit kleinen Einschränkungen in Sachen Pfaden.

Je nach angewendeter Komprimierung kann PDF für den Druck oder den Internet-/Screendesign Bereich interessant sein. Dadurch ergibt sich dann auch die Datenmenge – von niedrig bis sehr hoch.

pdf




GIF

Graphics Interchange Format ist ein mittlerweile etwas in die Jahre gekommenes Format das allerdings mehrere große Vorteile hat. Es bietet zum einen die Möglichkeit Animationen mit bestimmten Zeitintervallen abzuspeichern und zum anderen kommt es mit einem niedrigen Speicherbedarf aus. Darunter leidet aber wieder die Qualität. Mit nur 8-Bit Farbtiefe werden nur 256 Farben untersützt. Das hat zufolge, dass Fotos stark in der Wiedergabe leiden und, motivabhängig, unansehnlich werden. Aufgrund dieser Einschränkung ist Gif nur für den Webbereich interessant.

gif




PNG

Das Portable Network Graphics Format ist ein noch relativ junges. Es zeichnet sich durch einen geringen Speicherbedarf aus und unterstützt dabei noch Transparenzen. Für die Bilddarstellung im Netz ist es daher sehr geeignet, für den Druckbereich allerdings uninteressant obwohl es das Bild verlustfrei komprimiert.

png




EPS

Auch EPS, das Encapsulated PostScript  Format ist zumindest als Bildformat vom Aussterben bedroht – als Vektorformat ist es noch etwas interessanter. Lange Zeit als Standard Format in Druckereien und Repros bietet es im Bildbereich mittlerweile mehr Nach- als Vorteile. Das EPS Format zeugt hier von einem verhältnismäßig großen Speicherbedarf und unterstützt keine transparenten Bereiche. Aufgrund der Dateigröße ist daher im bildtechnischen Bereich nur für den Druck relevant.

eps




BMP

Ein Dinosaurier unter den Bildformaten stellt das Windows Bitmap Format dar. Ein von Microsoft eingeführtes Format das hauptsächlich von Windows Programmen genutzt wird. Es unterstützt keine Ebenen, keine transparenten Bereiche und benötigt mäßig viel Speicherplatz. Dadurch ist BMP allenfalls für den Bereich Screendesign interessant.

bmp




Gesamtüberblick

An dieser Stelle noch einen Gesamtüberblick auf die einzelnen Dateiformaten mit der Aufstellung  folgender Eigenschaften:

bild-54Ebenen Unterstützung = eine in Photoshop erstellte Datei mit mehreren Ebenen kann so gesichert werden damit die Ebenen beim öffnen des Bildes im neuen Format weiterhin erhalten bleiben.

bild-64Pfade werden gespeichert = in Photoshop erzeugte Pfade auch nach der Sicherung im neuen Format weiterhin zu verwenden ist.

bild-74Transparenz wird unterstützt = Leere Bildbereiche sind tatsächlich leer und werden beim Speichern nicht mit weiß aufgefüllt.

bild-82Dateigröße = der benötigte Speicherplatz wenn ein Bild mit guter Bildqualität aus dem gespeicherten Material resultieren soll.

bild-93Farbtiefe = Maximal mögliche Farbtiefe die mit diesem Format gespeichert werden kann.

bild-102Verlustbehaftet/verlustfrei komprimiert = durch Algorhytmen vorgegebene Rechneroperation die das Bild von der Datenmenge her verkleinert.

bild-113Verwendungszweck = vornehmlicher Verwendungszweck im elektronischen Publizieren (Symbol: Spinnennetz) oder zur Ausgabe im Druck (Symbol: Bedrucktes Blatt).


bild-44


Eine Reaktion

24. Februar 2010

Eine schöne Übersicht! Werd sie meiner Fotogruppe im Rahmen meines “Photoshop für Anfänger”-Kurses empfehlen. Danke!

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