Das Protokoll in Photoshop ist ein guter Samariter, ein echter Helfer in der Not eben. Von Anfängern wird es nur zögerlich eingesetzt oder gänzlich missachtet – zu Unrecht. Was das Protokoll so alles leistet und warum auch Anfänger damit arbeiten sollten, schreibe ich hier.
Das Protokoll zeichnet die gemachten Arbeitsschritte in Photoshop auf und ermöglicht es [...]
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Das Protokoll in Photoshop ist ein guter Samariter, ein echter Helfer in der Not eben. Von Anfängern wird es nur zögerlich eingesetzt oder gänzlich missachtet – zu Unrecht. Was das Protokoll so alles leistet und warum auch Anfänger damit arbeiten sollten, schreibe ich hier.
Das Protokoll zeichnet die gemachten Arbeitsschritte in Photoshop auf und ermöglicht es zu einem bestimmten Punkt zurück zu springen.
Je nach definierten Einstellungen in Photoshop zeichnet das Protokoll zwischen 1 und 1000 einzelne Schritte auf. Die Anzahl der einzelnen Schritte bestimmt ihr in den Voreinstellungen von Photoshop unter Bearbeiten->Voreinstellungen. Dort findet ihr den Punkt Leistung und könnt via Schieberegler bzw. Eingabe die Protokollschritte angeben.
Je höher diese Zahl desto mehr wird auch euer Arbeitsspeicher belastet. Daher mein Tipp, stellt auf eine moderate Zahl zwischen 1 und 40 und macht dafür öfters einen Schnappschuss, aber dazu später mehr.
Protokollpalette
Die Protokollpalette
öffnet ihr unter Fenster->Protokoll. Die Palette ist schnell erklärt.
Habt ihr bereits Arbeitsschritte hinter euch gebracht dann findet ihr die einzelnen Schritte bereits in der Palette beschrieben. Wie ihr hier seht wurde ein Pfad erstellt, dann eine Auswahl aus diesem erstellt und mit Farbe gefüllt – alles schön in der Protokollpalette beschrieben.
Das Bild und die Palette nebeneinander.
Jetzt wollen wir die Füllung rückgängig machen. Dazu klicken wir einfach auf den Protokollschritt über Fläche füllen und damit haben wir die Füllung zurück genommen.
Damit habt ihr jetzt eine Aktion erstmals rückgängig gemacht. Wenn gewünscht könntet ihr an jeden beliebigen Punkt des Protokolls zurück um den derzeiten Status aufzurufen und an diesem erneut zu arbeiten.
Schnappschüsse
Wenn wir ein aufwendigeres Dokument erstellt und verschiedene Bildversionen erhalten möchtet, dann hilft euch auch der Schnappschuss weiter. Im unteren Bereich der Protokollpalette findet ihr ein Kamerasymbol über die ein Schnappschuss erstellt wird. Einfach anklicken – fertig.
Ihr habt jetzt ein „Foto“ des aktuellen Status des Bildes gemacht und könnt auch zu einem späteren Zeitpunkt, selbst wenn ihr die voreingestellten Protokollschritte überschritten habt, zurück springen in dem ihr auf das große neue Vorschaubild im oberen Bereich der Palette klickt.
Protokollpinsel
Eine weitere Besonderheit des Protokolls ist die Möglichkeit mit dem Protokollpinsel
Arbeitsschritte teilweise zurück zu nehmen. Dazu aktiviert ihr den Protokollpinsel (Taste Y) und markiert in der Protokollpalette den Schritt zu dem zurück pinseln möchtet in dem ihr auf das leere Quadrat vor der Protokollbeschreibung klickt. Hier wird jetzt das Symbol des Protokollpinsels eingeblendet.
Dann pinselt ihr einfach wie mit einem Farbpinsel den entsprechend Bereich zurück zu dem markierten Protokollpunkt.
Dadurch pinselt ihr einen ganz spezifischen Bereich des Bildes zurück zu dem Status der in der Protokollpalette markiert ist. Ein tolles Features.
Schritte löschen
Wenn ihr diverse Schritte löschen möchtet könnt ihr diese markieren und mit einem Klick auf den Papierkorb im unteren rechten entfernen. Ich persönlich nutze diese Funktion nie.
Neues Dokument
Wenn ihr ein neues Dokument aus dem aktuellen Protokoll erstellen möchtet, dann klickt auf das linke Symbol am Fuss der Protokollpalette. Dadurch kopiert Photoshop das Dokument in eine neue Datei und ihr könnt mit dieser weiterarbeiten. Interessant wird diese Option u.a. wenn ihr verschiedene Versionen aus dem aktuellen Dokument erstellen müsst oder mal einen ungewöhnlichen Lösungsansatz für eine Retusche ausprobieren wollt.
Mit diesem ersten Überblick über das Protokoll habt ihr jetzt schon die Möglichkeit gezielt missglückte Arbeitsschritte rückgängig zu machen. Womit großem Frust beim arbeiten mit Photoshop vorgebeugt werden kann – glaubt mir, ich weiß wovon ich rede.

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