Wenn ihr in eurer alten Bilderkiste kramt kommen neben Fotos auch einige Fragen zu Tage. Wann habe ich das Foto aufgenommen, wo wurde diese Aufnahme gemacht? Bei unseren “alten” analogen Fotos ist zumindest die Frage nach dem Datum schnell gelöst. Eine Vielzahl der Entwicklungsstudios druckte seiner Zeit das Datum an dem der analoge Film entwickelt wurde auf die Rückseite des Fotos. So hatte man einen ungefähren Anhaltspunkt auf das Aufnahmedatum.
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Wenn ihr in eurer alten Bilderkiste kramt kommen neben Fotos auch einige Fragen zu Tage. Wann habe ich das Foto aufgenommen, wo wurde diese Aufnahme gemacht? Bei unseren “alten” analogen Fotos ist zumindest die Frage nach dem Datum schnell gelöst. Eine Vielzahl der Entwicklungsstudios druckte seiner Zeit das Datum an dem der analoge Film entwickelt wurde auf die Rückseite des Fotos. So hatte man einen ungefähren Anhaltspunkt auf das Aufnahmedatum.
Bei unseren digitalen Fotos verhält sich das ähnlich. Doch die digitalen Exemplare können mehr, viel mehr. Sie können euch sagen wann und wo die Bilder aufgenommen wurden. Wer auf den Auslöser gedrückt hat, wie seine Adresse ist und andere kleine Geheimnisse
. Sogenannte Metadaten verstecken Textinformationen innerhalb eurer Bilddatei und helfen euch wichtige Fakten rund um das Foto aufzubewahren.
Nun wenn ihr ein Bild in Photoshop öffnet seht ihr zunächst nur das Bild. Die angesprochenen Textinformationen sind erstmal nicht zu sehen. Diese werden über den Befehl Dateiinformation aufgerufen. Daraufhin öffnet sich ein Dialog der euch eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet.
In der Regel finden sich in den Metadaten nur die Kameradaten komplett ausgefüllt. Diese Daten nennt man Exif (Exchangeable Image File Format). Hier wurde schon während der Aufnahme des Fotos sämtliche Einstellungen der Kamera festgehalten. Damit könnt ihr zu jeder Zeit nachverfolgen mit welcher Belichtungszeit, Blende und Iso-Einstellung fotografiert wurde. Daten wie Aufnahmeort und Fotograf müsst ihr selbstverständlich selbst eintragen.
Die Informationen in den Metadaten dienen euch später zur besseren Bildorganisation und Dokumentation. Wer in seinem digtalen Bildarchiv schon einige tausend Aufnahmen beherbergt wird früher oder später für die Metadaten dankbar sein. Denn nur so ist eine gezielte Suche innerhalb des Bilderberges möglich. Suche ich z.B. in einem Bildorganisationsprogramm wie Adobe Brigde nach Bildern denen ich das Stichwort “Vogel” zugewiesen habe, bekomme ich sämtliche Fotos angezeigt die diesen sogenannten Tag besitzen. So oder so ähnlich könnte dann eine Suche z.B. nach Aufnahmeort, Datum, Fotograf oder Bewertung durchgeführt werden. Die Metadaten machen sich somit zu einer sehr wertvollen und denkbar einfachen Hilfe der Bildorganisation.
Weiterhin nutzen verschiedene Fotocommunitys im Internet die Metadaten der Bilder. Diese findet ihr dort dann in den Bildinformationen. So blendet beispielsweise FlickR standardmäßig ein mit welcher Kamera, Blende, Belichtung, etc. das Bild aufgenommen wurde.
Nicht zu vergessen sind Informationen zum Copyright eures Bildes. In den Metadaten könnt ihr angeben ob und unter welchen Umständen das Fotos einem Urheberrecht untersteht. Damit wird nochmals ausdrücklich auf die Rechtesituation des Bildes hingewiesen.
Metadaten anwenden
Öffnet ein beliebiges Bild auf eurem Rechner in Photoshop.
Um jetzt die Metadaten aufzurufen geht ihr im Menü auf Datei->Dateiinformation…
Daraufhin öffnet sich in Photoshop das Dialogfeld in dem ihr euer Bild mit den Metadaten füttern könnt.
Generell müsst ihr nicht alle Register des Dateiinformations-Dialog ausfüllen. Aber je mehr Infos angegeben werden, desto besser für eure Organisation.
Standardmäßig werden die sogenannten Exif-Daten also die Kameradaten, Infos wie z.B. Kameratyp, Blende und Belichtung erfasst und unter der Registerkarte Kameradaten hinterlegt.
Erwähnenswert sind sicher auch die IPTC Daten. Diese werden u.a. von einigen Fotocommunitys ausgelesen um das Bild zu verschlagworten bzw. zu beschreiben.
Infos für Video, Audio sowie SWF Daten sind, insofern es sich bei dem beschriebenen Medium um ein Bild handelt überflüssig. Dennoch könnt ihr auch hier Informationen unterbringen.
Die gemachten könnt ihr dann mit OK bestätigen. Sobald ihr das geöffnete Bild abspeichert sind die Metadaten angefügt. Dabei wird keine gesonderte Datei erzeugt die, die Metadaten enthält. Vielmehr werden die Textinformationen im Code des Bildes untergebracht und somit automatisch mit Weitergabe des Bildes übermittelt.
Habt ihr beispielsweise in der Beschreibung des Bildes beim Punkt Copyright-Status den Punkt “Durch Copyright geschützt” angegebenen erscheint bei nächsten Öffnen des Bildes ein klarer Verweis auf die Urheberrechtsschützung des Bildes. Dies wird durch das Copyright-Zeichen vor dem eigentlichen Dateinamen angezeigt. Somit soll jedem Bearbeiter klargemacht werden:”Achtung bei diesem Bild müssen Rechte eingehalten werden.” Ein letztendlicher Schutz vor Bilderklau ist dies aber mit Sicherheit nicht!
Metadaten können mit Photoshop oder anderen Bildbearbeitungs- und Bildorganisationsprogrammen ausgelesen und erstellt werden. Ebenfalls gibt es diverse Tools im Netzt die Metadaten auslesen, erstellt und bearbeiten können. Grundsätzlich ist es nicht nötig jedes einzelne Bild mit Metadaten zu füttern. Bildorganisationsprogramme wie z.B. Adobe Bridge ermöglichen es einmal gemachte Informationen auf ganze Bildergruppen zu übertragen. Somit steht einer umfassenden Organisation der Metadaten nichts mehr im Weg.

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